10.09.2026rss_feed

Neues Forschungsvorhaben Fit4Calf startet in Baden-Württemberg

Datenbasierte Optimierung der Kälberaufzucht unter Berücksichtigung von Sensoren, Klima, Management und Genetik
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Die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Milchkühen werden bereits während der Trächtigkeit sowie in der Kälber- und Jungtieraufzucht entscheidend beeinflusst. Wie Klima, Management, Fütterung und genetische Voraussetzungen dabei zusammenwirken, ist unter Praxisbedingungen bislang jedoch nur unzureichend untersucht.

Das Forschungsvorhaben Fit4Calf greift diese Fragestellung auf. Ziel des Projekts ist es, Klima-, Sensor-, Leistungs- und Genotypdaten systematisch zu verknüpfen, um den Einfluss dieser Faktoren auf Wachstum, Gesundheit und die spätere Leistungsfähigkeit der Nachkommen datenbasiert zu analysieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Auswirkungen von Hitzestress während der Trächtigkeit sowie von Management- und Fütterungsstrategien in der Kälber- und Jungtieraufzucht.


Hierfür werden erstmals vorhandene Klima-, Phänotyp- und Genotypdaten baden-württembergischer Milchviehbetriebe mit im Projekt erhobenen Sensordaten zusammengeführt. Sensorbasierte Systeme liefern kontinuierliche Informationen zum Verhalten und zur Entwicklung der Kälber, darunter Aktivität, Saug-, Fress- und Wiederkauverhalten sowie Atemmuster. Die daraus entstehende Datengrundlage bildet die Basis für wissenschaftliche Auswertungen und die Entwicklung praxisnaher Handlungsempfehlungen, zuchtrelevanter Bewertungsansätze sowie digitaler Entscheidungs- und Beratungsinstrumente.

Die Ergebnisse sollen Milchviehbetriebe bei der Optimierung von Haltung und Management unterstützen und gleichzeitig neue Impulse für Beratung und Zucht liefern. Demonstrationsbetriebe, Workshops und weitere Wissenstransfermaßnahmen begleiten das Projekt und fördern die Überführung der Ergebnisse in die landwirtschaftliche Praxis.


Lead-Partner im Projekt Fit4Calf ist die Rinderunion Baden-Württemberg (RBW). Projektpartner sind der Förderverein Bioökonomieforschung (FBF), der Landeskontrollverband Baden-Württemberg, die LKV Beratungs- und Service GmbH, die Universität Hohenheim, das Landwirtschaftliche Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW), das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) sowie mehrere Praxisbetriebe. Gemeinsam bündeln sie ihre Expertise aus Wissenschaft, Beratung, Verwaltung und landwirtschaftlicher Praxis, um die Kälber- und Jungtieraufzucht in Baden-Württemberg datenbasiert weiterzuentwickeln.


Dieses Vorhaben wird finanziert mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des ELER und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg.


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