Neuigkeiten

22.03.2011

Wie Gene am Beginn eines neuen Lebens neu programmiert werden


Epigenetische Markierungen auf dem Erbgut des Menschen bestimmen, ob ein Gen aktiviert wird oder stumm bleibt. Diese zusätzlichen Signale helfen, unsere Gene in jeder spezifischen Zelle des Körpers anders zu interpretieren. Die epigenetischen Markierungen werden kurz nach der Entstehung neuen Lebens in der befruchteten Eizelle völlig neu programmiert. Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Jörn Walter, Professor für Epigenetik an der Universität des Saarlandes, hat nun vollkommen neue Einblicke in die Vorgänge erlangt, die die epigenetische Reprogrammierung am Beginn eines neuen Lebens steuern. Die Ergebnisse der Studie erscheinen im Forschungsmagazin Nature Communication. >>>

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
 
18.03.2011

Patentamt verweist bei neuem Tomaten-Patent auf Brokkoli-Entscheidung


Von Seiten des Europäischen Patentamts (EPA) in München ist noch keine endgültige Entscheidung zur Patentanmeldung EP 1026942 für kernlose Tomaten gefallen.

Die Firma Seminis Vegetable Seeds reichte im Jahr 1998 eine internationale Patentanmeldung für die Erfindung von kernlosen Tomaten und deren Züchtung ein. In der Patentanmeldung wird die Methode zur Herstellung einer Tomatenpflanze beansprucht, deren Früchte zu 90% und mehr kernlos sind. Die Zucht der Pflanze erfolgt durch Kreuzung und Selektion.

Im Dezember 2010 wurde durch die Große Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts entschieden, dass Verfahren, die sexuelle Kreuzungsschritte für die Gesamtpflanze und die anschließende Selektion dieser Pflanzen betreffen, nach dem Europäischen Patentübereinkommen (EPÜ) nicht patentierbar seien.

Dieser Argumentation folgen auch die Patentprüfer des europäischen Patentamts in der Patentanmeldung für kernlose Tomaten. Sie verweisen darauf, dass auch in diesem Fall ein Teil der Patentansprüche gegen die Patentierung verstößt, da im Wesentlichen biologische Züchtungsverfahren beschrieben werden. Die Firma Seminis wird aufgefordert, diese Mängel zu beheben, wenn die Patentanmeldung weiterhin aufrecht erhalten werden solle.

 
17.03.2011

Projektförderung bei der Qualitätssicherung in der Vorratshaltung


Der Projektträger Innovationsförderung in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beabsichtigt, im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Projekte zu unterstützen, die das Ziel verfolgen, die Anwendung von Vorratsschutzmitteln insbesondere bei der Langzeitlagerung von getrockneten landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu optimieren. So soll ein weiterer Beitrag zur Realisierung des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln geleistet werden. >>>

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

 
17.03.2011

Tourismus als Instrument zur Erhaltung der biologischen Vielfalt


Der Tourismus bedroht weltweit einzigartige Naturschätze. Andernorts ist er ein wirksames Instrument zum Schutz der biologischen Vielfalt. Entscheidend ist vor allem die Haltung der lokalen Bevölkerung. Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung stellt deutsche Forschungsprojekte vor, die mit innovativen Konzepten Naturschutz durch touristische Nutzung erst ermöglichen - und so indirekt neue Arbeitsplätze schaffen - in Deutschland und weltweit. >>>

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
 
17.03.2011

Chill - ON! Transparenz in der Kühlkette

CHILL-ON ist ein anwendungsbezogenes EU-Forschungsprojekt, das 2006 initiiert wurde, um die Qualität, Sicherheit und Transparenz in der Versorgungskette gekühlter Lebensmittel zu verbessern. Das interdisziplinäre Programm vereinte ein weites Fachwissen von der Biochemie über die Genetik, Mikrobiologie, Kühl-, Verpackungs- und Logistiktechniken bis hin zu EDV, Ingenieurwesen und Mathematik. Vom 9. bis 10. November 2010 lud der Koordinator „ttz Bremerhaven“ die 28 Partner aus 13 Ländern ein, ihre Ergebnisse beim Abschlusstreffen im Chateau de Chillon bei Montreux, Schweiz, zu präsentieren. CHILL-ON konnte Resultate vorweisen, die die Rückverfolgbarkeit, Qualität und Sicherheit von gekühlten und gefrorenen Nahrungsmitteln in der Praxis maßgeblich verbessern. >>>

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
 
09.03.2011

Schnellere Obstsortenzüchtung dank Gen-Analyse

Mittels Gen-Analysen sollen bei der Züchtung neuer Obstsorten bereits im Sämlingsstadium genetische Eigenschaften erkannt werden. Dadurch sollen Züchter Jahre der Forschung einsparen können.


Mit dabei beim am 1. März gestarteten EU-Forschungsprojekt Breedomics zur Gen-Analyse ist die Eidgenössische Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil (ACW), wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Heute sind die Eigenschaften von Fruchtsorten grösstenteils erst erkennbar, wenn der Baum Früchte trägt. Daher dauert es von Beginn der Züchtung bis zur Einführung einer marktreifen Sorte manchmal Jahrzehnte. Kann man aber bereits die Sämlinge testen, so verkürzt sich diese Zeit massiv. So sollen im Projektteil Apfelforschung Regionen im Erbgut des Apfels gefunden werden, die für die natürliche Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge sowie für Fruchteigenschaften wie Saftigkeit oder Zuckergehalt verantwortlich sind. Im Rahmen des Forschungsprojektes koordiniert ACW unter anderem die Umsetzung der wissenschaftlichen Resultate in die praktische Apfelzüchtung. 

Am Projekt Breedomics sind insgesamt 26 Teams beteiligt, aus der Schweiz neben ACW auch die ETH Zürich. Das Forschungsprojekt läuft während viereinhalb Jahren. >>>

 

Quelle: Schweizer Landwirtschaft

 
08.03.2011

USA: Okö-Landwirtschaft streitet über Abgrenzung zur Gentechnik

In der US-amerikanischen Öko-Landwirtschaft gibt es unterschiedliche Auffassungen über eine mögliche Koexistenz mit dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Vor allem größere Organic Food-Unternehmen sehen geringe Gentechnik-Beimischungen nicht als Widerspruch zum Qualitätsanspruch ihrer Produkte. Einige Anti-Gentechnik-Organisationen drängen dagegen auf eine "Nulltoleranz" ähnlich wie in Europa. >>>

 

Quelle: transGEN

 
08.03.2011

Südafrika setzt auf grüne Gentechnik

In Südafrika nimmt der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen weiter zu. 2010 sind die Flächen auf nunmehr 2,2 Millionen Hektar gestiegen. Auch in der Pflanzenforschung nutzt das Land verstärkt gentechnische Verfahren. Zahlreiche Pflanzen mit neuen, gentechnisch vermittelten Merkmalen werden derzeit im Freiland getestet. >>>

 

Quelle: transGEN

 
02.03.2011

Zweiter Aufruf der ERA-Net EMIDA Koordinierungsinitiative

EMIDA ERA-net

Da die Tierseuchen vor Ländergrenzen keinen Halt machen, führt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit Forschungsförderern aus verschiedenen Mitgliedsländern der EU die transnationale Förderinitative ERA-Net EMIDA (Emerging and Major Infectious Diseases of Animals) durch. Im Vordergrund steht die Erforschung von Infektionskrankheiten beim Nutztier und in der Aquakultur aber auch die Klärung von Fragestellungen zur Resistenzbildung gegen Krankheitserreger. Die Forschungsergebnisse sollen unter anderem zur Entwicklung von effektiven und kostengünstigen Methoden zur Überwachung von bereits bekannten aber auch neu auftretenden  Nutztierkrankheiten führen. Dies schließt Schutzmaßnahmen vor der Einschleppung neuer Erreger, Entwicklungen von Impfstoffen und Alternativen zu Antibiotika ebenso ein wie Erkenntnisse zur Epidemiologie und Mechanismen der Krankheitsübertragung.

Am 7. März 2011 startet der zweite Aufruf der Europäischen Koordinierungsinitiative ERA-Net EMIDA  zur Einreichung von transnationalen Forschungsprojekten. Das Fördervolumen beläuft sich auf 20 Millionen Euro.
 
02.03.2011

Zum Stand der ökologischen Sicherheitsforschung zu Bt-Mais

Seit 1996 werden mit Genen des Bacillus thuringiensis veränderte Maispflanzen auf weltweit stetig wachsenden Flächen angebaut. In Spanien waren es zuletzt fast 100.000 Hektar, also rund 15 % der gesamten Anbaufläche von Mais. Der Anbau wird heftig diskutiert. Stefan Rauschen wirft im "Genom Xpress Scholae" die Frage auf, ob ein Verbot des veränderten Maissaatgutes wirklich angebracht erscheint. Er gibt dabei einen Überblick zum Stand der Sicherheitsforschung. >>>

(Quelle: ZDS)